Dinkelfibel – Teil 1

Wir haben unser Café im August 2010 mit Zuversicht eröffnet.  Zuversichtlich, weil wir sicher waren und sind, dass mehr und  mehr  Menschen  nicht  mehr  kritiklos  die  Angebote  der  Industrie  hinnehmen.  Die  Aktivitäten  vieler  Verbände  zeigen,  dass  Verbraucheraufklärung  ein  immer  wichtigeres  Thema  wird  und  wir  wissen:    Der  Wille  der  Verbraucher  steuert  den Markt. Was ich nicht verlange, kann nicht produziert werden – ein alter marktwirksamer Satz:  Die Nachfrage bestimmt das Angebot. Nun möchte ich an dieser Stelle nicht über Sinn oder Unsinn unseres Konsumverhaltens  sprechen, sondern ganz einfach über unser Angebot an Kuchen und Torten:

Für  unsere  hausgebackenen  Kuchen  verwenden  wir  ausschließlich  Erzeugnisse  aus  ökologischem  Landanbau,  nur  Butter, keine Zusatzstoffe (auch keine Gelantine) und nur phosphatfreies Weinsteinbackpulver.  Immer frisch gebacken.

Während  unserer  Eröffnungsphase  bin  ich  Kompromisse  eingegangen.    Der  Kompromiss  hieß  „Weizenmehl“.  Zwar  aus ökologischem Anbau – dennoch Weizen. Als Anhängerin der Hildegard von Bingen Heilkunde und Ernährungslehre war das ein Kompromiss, den ich für erforderlich hielt, weil Weizengebäck die gängige Geschmacksrichtung trifft. Weit gefehlt! Als
ich  meinen  alten  Überzeugungen  und  Gewohnheiten  folgte,  mehr  und  mehr  Dinkelmehl  einsetzte,  kamen  viele  positive Reaktionen.    Der  Geschmack  überzeugte.    Auch  dort,  wo  Dinkel  ein  Novum  war.  Und  plötzlich  gab  es  Gäste,  die  erfreut aufatmeten, weil sie eben selbst auch keinen Weizen essen.

– Fortsetzung folgt –


Die Dinkelfibel der Villa Rübe enthält unsere Erfahrungen mit Dinkel, die wir mit Ihnen teilen möchten. Deswegen veröffentlichen wir hier in geregelten Abständen Berichte, die sich mit dem Thema Dinkel befassen. Gern können Sie per Kommentar mitreden oder uns eine E-Mail senden, um uns Ihre Meinung mitzuteilen. Eine Übersicht der Bereits veröffentlichten Artikel finden Sie im Archiv „Dinkelfibel„.


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