Dinkelfibel – Teil 2

Teil 1 der Dinkelfibel ansehen

Das hat mich mutig gemacht und mittlerweile gibt es bereits seit einiger Zeit keinen Weizen mehr in meinen Kuchen. Dinkel ist die Hauptgetreidesorte, die ich verwende. Emmer und Urkorn begleiten hin und wieder, Buchweizen ist, wie bekannt, eine Gräserart und hat mit Weizen trotz des Namens nichts gemeinsam. Die Reaktionen sind immer noch positiv und viele
Gespräche haben mich bewogen, einen weiteren Schritt zu gehen und den u.a. mit dieser kleinen Dinkelfibel zu verbinden.

Dinkel  ist  nun  leider  nicht  Dinkel.  Die  gängigen  auf  dem  Markt  vorhandenen  Dinkelsorten,  verarbeitet  zu    Mehl,  Pasta, Gebäck  und  Brot  entsprechen  in  den  seltensten  Fällen  dem  „Urdinkel“.  Der  heute  weitläufig  erhältliche  Dinkel,  auch  der ökologisch  angebaute  und  in  Naturkostläden  erhältliche,  ist  leider  meist  bereits  eine  Mischung  zwischen  Weizen  und Dinkel.  Urdinkel  ist  zwar  mehr  und  mehr  erhältlich;  wenn  jedoch  der  Unterschied  gar  nicht  bekannt  ist,  dann  fragt  man nicht, wird ihn nicht verlangen.

Bevor ich für interessierte Gäste auf die Vorteile des Urdinkels eingehe sei angemerkt, dass ich dabei bin, von Dinkel auf Urdinkel umzustellen. Es gibt aufgrund Bevorratung mit „normalem“ Dinkelmehl eine kurze Umstellungsphase, die jedoch  in Kürze abgeschlossen sein wird. Geschmacklich wird sich für Sie nichts verändern. Verändern wird sich jedoch der positive Gehalt an Inhaltsstoffen. Und hierauf möchte ich nachstehend eingehen:

Der  Urdinkel  ist  das  alte  Urgetreide  Europas.  Die  ältesten  Vorkommen  werden  aus  der  späten  Steinzeit  –  ca.  2000  Jahre v.Chr. – datiert. Es wird angenommen, dass Dinkel eine Mischung aus Emmer und Zwergweizen ist. Leider wurde er durch neue Kreuzungen ertragreicherer Weizensorten schnell verdrängt.

– Fortsetzung folgt –


Die Dinkelfibel der Villa Rübe enthält unsere Erfahrungen mit Dinkel, die wir mit Ihnen teilen möchten. Deswegen veröffentlichen wir hier in geregelten Abständen Berichte, die sich mit dem Thema Dinkel befassen. Gern können Sie per Kommentar mitreden oder uns eine E-Mail senden, um uns Ihre Meinung mitzuteilen. Eine Übersicht der Bereits veröffentlichten Artikel finden Sie im Archiv „Dinkelfibel„.


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